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Sammlung „Wollenweber“

Unerforschter Briefwechsel aus der Zeit des Zweiten Weltkriegs

Beitrag von Daniela Mysliwietz-Fleiß

„‚Klärchen‘ und ‚Heini‘ – eine Liebesgeschichte mitten im Krieg“ – „Heinrich, der Luftwaffensoldat und Anhänger des Nationalsozialismus und sein Leben während des Krieges“ – „Das Leben in Gelsenkirchen im Zweiten Weltkrieg“

Zu allen diesen Themen mag der Bestand „Wollenweber“ Auskunft geben, der jüngst aus privater Hand ins ISG abgegeben und vorerst oberflächlich erschlossen wurde. Fast 400 handschriftliche Briefe von Klara, geborene Kempener (Jg. 1912) und Heinrich (Jg. 1908) Wollenweber aus den Jahren 1933 bis 1944 sind in dem Bestand enthalten.

Briefe von “Heini” und “Klärchen” aus der Sammlung S 111 Wollenweber.

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BAUTAGEBUCH

Neubau Magazinkeller

7.8.2026 Es werde Licht…

… und Boden.

Am 27.7. begannen die die Elektriker die Lichtanlage einzubauen. Die LED-Leuchten verteilen sich auf mehrere Leuchtgruppen, die unabhängig voneinander gesteuert werden können und über Bewegungsmelder aktiviert werden. So ist gewährleistet, dass das Licht immer an der richtigen Stelle leuchtet, ohne jedes mal den gesamten Keller zu bestrahlen.

Die erste Augustwoche stand dem Licht gegenüber ganz im Zeichen des Bodens: Das Oberflächenschutzsystem wurde auf den Boden aufgetragen. Es besteht aus einer Grundierung und einer Versiegelung im Farbton RAL 7001, einem hellen Grauton. Nachdem die Farbe getrocknet ist, werden noch die Trennfugen neu versiegelt.

Sobald der Boden wieder begehbar ist, werden die Lüftungsleitungen aus dem Magazin hinaus verlegt, da diese im Bereich der Regalanlage gestört hätten.

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„Langemarck“ in Gelsenkirchen – ein neues Erinnerungs- und Friedensprojekt

Gastbeitrag von Stefan Goebel

Sie ist eine unauffällige Nebenstraße: die Langemarckstraße im heutigen Stadtteil Feldmark (früher in Schalke gelegen). Was es mit dem Namen „Langemarck“ auf sich hat, erfährt man aus den Adressbüchern der 1930er bis 1960er Jahre: „Am 10. November 1914 stürmten deutsche Freiwilligen-Regimenter unter dem Gesang des Deutschlandliedes bei Langemarck die feindlichen Stellungen.“ „Langemarck“ – die vielleicht größte Fake-News-Story des 20. Jahrhunderts – wurde noch im Adressbuch von 1961 kolportiert. Eine militärische Niederlage wurde dabei in eine Heldentat umgedeutet. Der fatale Angriff fand auch nicht bei Langemarck, sondern im nahegelegenen Bikschote/Bixschoote statt. Aber „Langemarck“ hatte einen besseren, fast deutschen Klang, und sowieso hatte die phantasievolle Bezeichnung von Schlachtfeldern Tradition.

Stefan Goebel bei seinem Vortrag zur Ausstellungseröffnung im Wissenschaftspark, September 2025. Foto: ISG
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Infohefte zur Archivnutzung

Beitrag von Anouk Split

Meine Zeit als FSJlerin im ISG ist bald vorbei und ich würde euch gerne noch mein FSJ-Projekt vorstellen und mich verabschieden.

Da ich gemerkt habe, dass viele Nutzerinnen und Nutzer, die das ISG besucht haben nicht genau wussten, wie die Nutzung des Archivs funktioniert, kam ich auf die Idee eine kleine Anleitung dafür zu machen.

Also habe ich eine Broschüre über die Nutzungsmöglichkeiten des Archivs gezeichnet. Sie zeigt zum einen die unterschiedlichen Schritte einer Personenstandsanfrage und zum anderen die Abläufe eines Lesesaalbesuchs. Meine Broschüre besteht aus gezeichneten Figuren im Manga-Stil und informativen Textblöcken. Dafür habe ich über die Abläufe im Archiv recherchiert und habe mit den Archivarinnen im ISG über die Arten der Benutzung gesprochen. Ziel des Projektes ist es also, den Nutzern des Archivs eine praktische Anleitung für ihren Archivbesuch oder ihre Anfrage zu bieten.

Die Arbeit am Projekt hat mir wirklich Spaß gemacht und ich konnte dadurch viel über die Abläufe im Archiv lernen. Die Broschüre wurde bereits beim Tag der offenen Tür des Stadtarchivs ausgelegt und von vielen Besuchern genutzt. Ich hoffe, dass sie ihren Zweck erfüllt und den Leuten hilft das Archiv zu nutzen.

Insgesamt hat mir das Jahr hier im Stadtarchiv wirklich weitergeholfen. Dank der Unterstützung meiner netten Kolleginnen und Kollegen konnte ich mich weiterentwickeln und einen neuen Weg einschlagen. Ich freue mich auf die Zukunft, aber werde die Arbeit und meine Kolleginnen und Kollegen hier sehr vermissen.

Danke für das tolle Jahr!

Vollständige neue Schalke-Chronik

Gastbeitrag von Olaf Mester

Jeder Schalke-Fan erinnert sich an die Saison 1996/1997, oder?

Wie ist denn das Spiel am 12.4.1997 gegen SV Werder Bremen ausgegangen? Wer stand im Kader? Wer hat das Spiel gepfiffen? Wie war der restliche Saisonverlauf? Und was sagt die Presse? Hmm… oder doch selektive Wahrnehmung auf das Saison-prägende Ereignis?

Heute möchten wir euch ein ganz besonderes Projekt vorstellen… Nicht etwa, weil die Anfrage an sich für uns so ungewöhnlich war – Einblicke in die lokalen Zeitungen von 1946-1965 – sondern weil das Projekt hinter dieser Anfrage erzählt werden muss. Olaf Mester, Jahrgang 1969, Realschul-Lehrer für Deutsch und Erdkunde erzählt euch am besten seine Geschichte selbst:

Olaf Mester hinter den bereits fertiggestellten Schalke-Chroniken (Foto: Olaf Mester)
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Geschichtskreise, Bergbauvereine, Einrichtungen und Initiativen in Gelsenkirchen

Der Bergbau hat die Geschichte der Stadt Gelsenkirchen maßgeblich geprägt. Zahlreiche Geschichtskreise, Bergbauvereine, Einrichtungen und Initiativen in Gelsenkirchen engagieren sich, um die Erinnerung an das Bergbau-Erbe wachzuhalten und seine Traditionen zu bewahren.

Hier ist eine aktuelle Liste (Stand 04/2025) inklusive Kontaktdaten:

Schichtwechsel, unter Tage, 1952 | StadtA Ge, FS V 020364
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Die Frau, die „Buronia“ ins Leben half

Sie muss ein echtes Original gewesen sein, sprach fließend Plattdeutsch, hatte einen ausgeprägten Sinn für Humor und half in Buer-Hassel zwischen 1910 und 1953 über 4.000 Kindern auf die Welt. Die Rede ist von Hebamme Anna Clasen, geb. Flöhr, verwitwete Laufenberg, deren Wirken nun in einer kleinen Sammlung, die dem ISG aus privater Hand übergeben wurde, dokumentiert ist.

Ausschnitte aus der Sammlung 102
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“Stadt der 1000 Feuer”

Gastbeitrag von Ludwig Schönefeld

2025 feiert Gelsenkirchen den 150. Jahrestag der Stadtwerdung. Zahlreiche Veranstaltungen des Jubiläumsjahres stehen unter dem Titel „Stadt der 1000 Feuer“. Wie kam die Stadt zu diesem Beinamen? Ludwig Schönefeld ging auf Spurensuche:

Titelseite der “Heimatblätter für das Industriegebiet” und Postkarte aus dem Heinrich Koch Verlag, Essen. Sammlung Ludwig Schönfeld..

Als Standort wichtiger Bildungseinrichtungen, zu denen neben der 1992 gegründeten Westfälischen Hochschule insbesondere auch der aus der Internationalen Bauausstellung Emscher Park 1999 hervorgegangene Wissenschaftspark Gelsenkirchen gehört, hat sich Gelsenkirchen in den vergangenen 25 Jahren ein neues, modernes Image erarbeitet. Dennoch ist die Identität der Stadt nach wie vor auch und untrennbar mit ihrer Historie als Kohle- und Stahlstandort verbunden. Im kollektiven Gedächtnis, in der Vereinshymne des FC Schalke 04 und sogar in aktueller Graffiti-Kunst hat sich das Bild der Stadt der tausend Feuer bis heute erhalten.

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Digitaltag 2024

Zwischen Kneipe und Kaffeehaus – Gastronomiegeschichte in Gelsenkirchen

Heute ist #Digitaltag – Ein bundesweiter Aktionstag zur digitalen Teilhabe. Er soll Digitalisierung mit zahlreichen Aktionen für alle Bürgerinnen und Bürger alltagsnah erlebbar machen. Überall in Deutschland sollen Menschen am Digitaltag bei verschiedenen Veranstaltungsformaten zusammenkommen, um gemeinsam digitale Technologien zu entdecken und besser kennenzulernen.

Wir nutzen den Tag, um euch 20 Fotos unter dem Motto “Zwischen Kneipe und Kaffeehaus – Gastronomiegeschichte in Gelsenkirchen zu zeigen”. Einige Fotos wurden uns von euch zur Verfügung gestellt. Unter allen Einreichenden verlosen wir einen Stadtfilm von 1974. Der Gewinner/die Gewinnerin wird per Mail benachrichtigt.
Wir wünschen euch viel Freude beim Durchklicken und beim Schwelgen in Erinnerungen an Kneipen-, Café- und Restaurantbesuche vergangener Tage!

Café Neumann an der Bismarckstraße 119, 1965
👉 Sabine Soeldner schreibt: “Maifeier im Café Neumann mit Blaskapelle und meiner Mutter Christa Söldner als Bedienung.” (Foto: privat)
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Die Textilgeschäfte der verzweigten Familie Voorgang

Archivgut privater Herkunft birgt oft spannende Informationen, die einen Teil einer Familiengeschichte beleuchten und nicht immer leicht zu vervollständigen sind – so auch in diesem Fall.

Im Oktober 1952 feierte das Ehepaar Hermann und Charlotte Voorgang an der Weberstraße 32 seine diamantene Hochzeit. Die Presse berichtete: 1888 lernten sich die beiden in seinem Textilgeschäft am Neumarkt kennen und führten zusammen diese und weitere Filialen über Jahrzehnte hinweg; die Liebe habe sie in „schweren und glücklichen Zeiten begleitet“.

Briefkopf des Geschäfts Hermann Voorgang an der Bahnhofstraße 15, 1904 (Na 104, 32)
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